15.01.2011

Bonn: Lebensrechtsinitiative im Stadtgebet - Beten und dienen…weil wir einander brauchen!

Internationale Gebetswoche der Evangelischen Allianz

v. li. Michael Feulner (türk. Leuchtturm Gemeinde), Manfred Rösner (Trägerkreis Stadtgebet), Dr. Susanne Lux (ALFA e.V.), Gisela Matthies (CVJM Bonn)

Bonn: Lebensrechtsinitiative im Stadtgebet - Beten und dienen…weil wir einander brauchen!

Internationale Gebetswoche der Evangelischen Allianz

 

Nein zur Präimplantationsdiagnostik

Die Lebensrechtsinitiative "Bonner Christen für das Leben" gestalteten den Stadtgebetsabend mit der Lesung von Schöpfungstexten und der  symbolischen Verteilung eines kleinen Samenkornes, das einen Embryo kurz nach seiner Zeugung symbolisierte. „Mit der Präimplantationsdiagnostik soll erlaubt werden, was das Embryonenschutzgesetz eindeutig verbietet", erklärte Birte Grimm, "nämlich die Erzeugung eines Embryos zu einem anderen Zweck als dem, in den Mutterleib eingepflanzt zu werden." Mit der Präimplantationsdiagnostik werden künstlich erzeugte Embryonen auf vererbbare Behinderungen untersucht und nur Embryonen eingepflanzt, die genetisch gesund sind. Auf diese Weise soll genetisch vorbelasteten Paaren, die sich ein Kind wünschen, eine Schwangerschaft mit einem gesunden Baby ermöglicht werden. So nachvollziehbar dieser Wunsch ist, man sollte nicht vergessen, dass die erzeugten Embryonen, die das genetische Material für eine Erbkrankheit tragen, vernichtet werden. Auf diese Weise findet eine Selektion zwischen "lebenswertem" und "lebensunwertem" Leben statt. Wer kann heute schon absehen, nach welchen Kriterien in Zukunft ausgewählt wird? Denkbar wäre zum Beispiel eine Auswahl nach Geschlecht oder auch anderen diagnostizierbaren Krankheiten, die sich erst sehr viel später im Leben auswirken. Nicht zuletzt sollten ethisch unbedenkliche Alternativen wie beispielsweise die Diagnostik der Eizelle vor der Befruchtung in Erwägung gezogen werden. Am Ende zitierten die Bonner Christen für das Leben den Philosophen Robert Spaemann:  "... es sollen ja im Ernstfall nicht die Krankheiten, sondern die kranken ungeborenen Kinder eliminiert werden ... Den Leidenden zu beseitigen um das Leiden abzuschaffen, das kann unmöglich die Lösung sein." (Quelle: www.cicero.de/97.php)
In 120 Gesundheitszentren bundesweit, werden jährliche ca. 70.000
„künstliche Befruchtungen“ durchgeführt. „Behandlungen“ die zudem mit hohen Kosten verbunden sind. 90 % der ungeborenen Kinder mit einem diagnostiziertem „Downsyndrom“ (Trisomie 21) sterben noch bis kurz vor ihrem Geburtstermin im Mutterleib, da Spätabtreibungen in Deutschland bis kurz vor der Geburt möglich sind. In der Fürbitte wurde um Vergebung für unsere Gleichgütigkeit gegenüber Frauen in Schwangerschaftskonfliktsituationen und Lieblosigkeit gegenüber allein erziehenden Müttern und Vätern gebetet. Vor Gott wurde für all jene Frauen, für Hebammen, das Pflegepersonal und Ärzte in Kliniken eingetreten, die familiären und gesellschaftlichen Druck ausgesetzt sind und sich gegen ein behindertes Kind entschieden haben oder in irgendeiner Form an Abtreibungen beteiligt sind. Aber auch um Ermutigung und Stärkung durch Gottes Geist für all jene Frauen, Familien, die sich für ein behindertes Kind und für eine lebenslange Elternschaft entschieden haben.

Ein besondere Gast

Ein besondere Gast unter den Besuchern des „Allianz-Stadtgebetes“, Michael Feulner - Mitbegründer der seit  2003 bestehenden, christlichen „Leuchtturm Gemeinde“ in Yalova/Türkei - erörterte kurz die Entstehungsgeschichte der Gemeinde. Er bat um Unterstützung der inzwischen erforderlichen Finanzierung eines Gemeindehauses, damit Vision und Ziele weiter umgesetzt werden können:
-         bis Ende 2010 Gemeindezuwachs auf 120 Personen,
-         in den folgenden 10 Jahren, weitere Gemeindegründungsteams entlang
          der Küste in weitere Orte entsenden,
-         Vision, dass das Gemeindehaus eine strategisch wichtige Rolle als
          Versammlungsort und Ausbildungszentrum einnehmen wird.
Die Gemeindearbeit umfasst mittlerweile Hauskreise, eine Kinderarbeit mit muslimischen Nachbarkindern, eine christliche Pfadfinder-, und Jugendgruppe.
Es haben sich inzwischen drei türkische Ehepaare mit Leitungspotential heraus kristallisiert, die gezielt in ihrer Berufung gefördert werden.
Als gemeindeübergreifenden Dienst am Leib Christi der Türkei leitet die Gemeinde das Konferenz- und Freizeitzentrum der Evangelischen Allianz, das auch häufig von Gruppen aus dem mittleren Osten genutzt wird.

www.yalovakilisesi.com