MUTIG IN DIE ZUKUNFT

EIN WORT – Prophetische Stimme

Mittwoch, 13. Januar 2027

Bibeltext des Tages

Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens.

Hebräer 4,12

Meditation

Gottes Wort trennt das eine von dem anderen: Tag und Nacht, Himmel und Erde, Land und Wasser. Ja, Gott handelt als Richter und eröffnet damit Raum für Leben. Wenn Gott spricht, dann ordnet er das Tohuwabohu. Diese Ordnung ist aber zunächst noch «leer». So setzt Gott mit seinem Finger die Gestirne ans Firmament, welche alsbald ihre Bahnen ziehen. Er ruft die Erde auf, Pflanzen spriessen zu lassen, und spricht eine Fülle von Lebewesen ins Dasein. Leben in ganzer Fülle ist angerichtet. Mitnichten ist das aber bereits der Höhepunkt! Auf das bereits imposante Crescendo folgt nun das Unerwartete, das abrupt anmutende Schlussbouquet – die Ruhe.

Geschiedenes und Hervorgerufenes findet hier, in Gottes Gegenwart, seine Bestimmung. Gottes Wort ordnet und schafft Leben, auf dass alles und alle Ruhe bei Gott finden. Daher überrascht es nicht: Wann immer im ersten Teil der Bibel «das Wort des Herrn» an Menschen erging – Samuel, Joel, Jeremia, um nur einige zu nennen –, ist ihnen eine Gerichtsbotschaft anvertraut worden. Setzt eure Hoffnung und euer Vertrauen auf Gott! Verhärtet eure Herzen nicht! Wendet euch von euren selbstgefälligen Taten ab und sucht Gott!

In der Mitte der Zeit aber, da «ergeht das Wort des Herrn» in einzigartiger Weise: Das Wort wurde Fleisch, Jesus Christus wohnte unter uns (vgl. Joh 1,14). Und siehe da: Ein Schöpfungswort aus seinem Mund bringt die Chaos macht des Sturmes zum Schweigen (vgl. Mk 4,39). Sein Wort schafft Ruhe. Er bringt Licht in die Finsternis, trennt Wahrheit von Lüge und stiftet Hoffnung in der Verzweiflung. Gott in Person tritt auf: Am Kreuz trennt er die Sünde vom Leben ab, nimmt sie auf sich – und richtet so das Leben an.

Das inspirierte Wort Gottes, die Heilige Schrift, ruft noch heute prophetisch bis in die tiefsten Tiefen unserer Herzen hinein. Wer sich dem Richterspruch Christi aussetzt (vgl. Offb 1,16), dem geht es durch Mark und Bein. Verhärte deswegen dein Herz nicht! Es spricht derjenige, der zum Leben führt. Jesus Christus ordnet noch heute Herzen und erfüllt mit Leben, nimmt mit seinem Geist Wohnung bei allen, die seinem Wort Glauben schenken. Dann kehrt Ruhe ein.

Reflexionsfragen

  • Augustinus sagt uns: «Zu dir hin hast du uns geschaffen Herr, und unruhig ist unser Herz, bis es Ruhe findet in dir.» Von welchem «Nicht-Gott» verspreche ich mir fälschlicherweise Ruhe?
  •  Wie gelange ich dahin, dass Gott mich mit seinem Wort, der Bibel, neu durchleuchtet und prüft (vgl. Ps 139,23)?
  • Welche Taten und Worte bezeugen meinen Mitmenschen im Alltag, dass Gottes Wort in mir wirksam ist?

Dr. Daniel Mühlethaler

Präsident der lokalen Allianz Rüti-Tann-Dürnten-Bubikon sowie Vorstandsmitglied der AfbeT (Arbeitsgemeinschaft für biblisch erneuerte Theologie)

So können wir beten

Lob & Dank

«Herr Jesus Christus, wohin sollte ich gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» (Joh 6,68) Danke, dass du uns nicht verurteilst, wenn wir dich suchen. Wir glauben und erkennen: Du bist der Heilige Gottes (vgl. Joh 6,69). Danke, dass du durch dein Wort Leben entfaltest – mit Ewigkeitsperspektive. Danke für die Gemeinschaft, welche du stiftest: Du bist unser Erlöser und dich beten wir an.

Buße

«Wie köstlich ist deine Güte, Gott, dass Menschenkinder unter dem Schatten deiner Flügel Zuflucht haben! Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte sehen wir das Licht.» (Ps 36,8;10) Jesus Christus, oft sind wir ge- blendet von den Dingen in dieser Welt. Allein bei dir wollen wir das Leben suchen und zur Ruhe kommen.

Fürbitte

«Herr, höre meine Stimme, wenn ich rufe; sei mir gnädig und antworte mir! Mein Herz hält dir vor dein Wort: ‹Ihr sollt mein Antlitz suchen.› Darum suche ich auch, Herr, dein Antlitz.» (Ps 27,7-8) Bewahre uns vor Gleichgültigkeit dir gegenüber und entfache in unserem Land eine Sehnsucht nach deiner Gegenwart.

Praktische Tipps

Könnte es sein, dass der Ort der Herzensbildung nicht allein das stille Kämmerlein ist, sondern auch die Gemeinde Gottes? – Setze dich Gottes Wort in Gemeinschaft aus, denn hier will es mit seinem ganzen Reichtum wohnen (vgl. Kol 3,16): Sei es im Gottesdienst, in einem kleineren Kreis oder gar in einer Zweierschaft. Gott will dein Herz formen und dich als Werkzeug für die Herzenspflege bei Glaubensgeschwistern brauchen.