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Seid darauf bedacht, zu wahren die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens: ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid zu einer Hoffnung eurer Berufung; ein Herr, ein Glaube, eine Taufe; ein Gott und Vater aller, der da ist über allen und durch alle und in allen.
Epheser 4,3-6
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Meditation
Die Gemeinde ist eins, weil Gott eins ist. Einheit ist vom dreieinigen Gott geschaffen und basiert auf dem Wirken des Heiligen Geistes. Ein Bild, das in der Bibel dafür gebraucht wird, ist der menschliche Körper.
Dieser eine Leib Christi erstreckt sich über alle Zeiten und alle Länder der Erde. Gott hat nur eine Kirche, in dieser sind alle Christen unauflöslich miteinander verbunden. Es ist uns, den Gläubigen, nicht geboten, Einheit zu schaffen, sondern wir sind berufen, diese Einheit zu bewahren.
Diese Einheit der Christen nicht nur zu denken, sondern erlebbar zu machen, gehört von Anfang an zum Kern, was Kirche ausmacht. Paulus stellt mit wenigen Worten klar, wie dieser Auftrag zu verstehen sei. Einheit entsteht nicht durch Konsens, ist nicht verhandelbar und bleibt unverfügbar. Einheit zu leben, ergibt sich nicht automatisch. Mühe aufzuwenden, ist Teil der Aufgabe. Gemeinsames Handeln ist keine Frage des Alters, der Kultur oder des Milieus. Gemeinsames Wirken ist nicht freiwillige Zusatzoption, sondern Kern der Guten Nachricht vom Reich Gottes.
Wie Christinnen und Christen Gemeinschaft leben, wird zu einem Zeugnis für Gottes Schalom, ein Band eines Friedens, der alle Lebensbereiche umfasst. In einer von Konflikten geprägten, zunehmend polarisierten Gesellschaft wird die Art, wie Christen öffentlich Gemeinschaft in Liebe leben, zu einem Leuchtfeuer der Hoffnung.
Einheit meint nicht einfach eine Gruppe Gleichgesinnter, sondern Verbundenheit auch mit solchen, für die wir zunächst wenig Sympathie oder Verständnis haben. Christus hat nicht mehrere Leiber, der «Einzelleib» im stillen Kämmerlein ist keine Option. Einheit kann für manche Christen eine Herausforderung sein, ihre selbstgewählte, manchmal historisch gewachsene Isolation zu verlassen. Der Text von Paulus fordert dazu auf, Gemeinschaft zu leben und Einheit vor Ort, als Gemeinden und Kirchen einer Stadt, einer Region, einer Nation zu verkörpern.
So kann die Allianzgebetswoche zu einer Gele genheit werden, das Geschenk der Einheit anzunehmen sowie neue Wege zu gehen, um Einheit sichtbar zu machen und ganz neu zu erleben.
Reflexionsfragen
- Habe ich verstanden und darüber meditiert, dass Einheit beides ist: Gott schafft Einheit – wir sind berufen, Einheit zu bewahren?
- Habe ich mir bewusst gemacht, dass Einheit ein Leben in Vielfalt bedeutet? Wo erfreut mich Vielfalt, wo empfinde ich sie als Herausforderung?
- Einheit hat eine lokale und eine globale Perspektive. Wie integriere ich diese umfassende Sicht in mein Leben als Christin, als Christ?
So können wir beten
Lob & Dank
- Wir danken Gott, dass der Vater uns zur Einheit beruft.
- Wir danken, dass in Jesus Menschen aus allen Kulturen und Hintergründen Einheit in Vielfalt leben können.
- Wir danken, dass der Heilige Geist in Gottes Töchtern und Söhnen wohnt und dadurch Einheit ermöglicht.
Buße
- Vergib uns, wo unser Verständ nis von Kirche durch ein eingeschränktes Verständnis der Dreieinigkeit dazu geführt hat, dass wir Einheit geringgeachtet oder verhindert haben.
- Vergib uns, dass wir durch unseren Mangel an Demut, Freundlichkeit, Geduld und Liebe Konflikte verursacht haben, anstatt Frieden zu bewirken und Einheit zu bewahren.
Fürbitte
- Wir bitten für Gelingen und Schutz für lokale Initiativen, die Einheit leben wollen.
- Wir bitten um gottgewirkte Einheit als Grundlage für Zusammenarbeit, damit Christen verschiedener Richtungen vor Ort Reich Gottes sichtbar machen.
- Wir bitten um ein vertieftes Verständnis dafür, dass wir als Christen vor Ort zu einem Leib gehören
Praktische Tipps
- Beginnt damit, Kontakte zu Christen in der eigenen Kirchgemeinde und in Gemeinden anderer Richtungen zu knüpfen, um auch ausserhalb der Allianzgebetswoche gemeinsam für Einheit zu beten.
- Nehmt euch Zeit für einen Gebetsspaziergang zu Kirchengebäuden der eigenen Stadt oder Region. Bittet für die jeweiligen Gemeinden und um Ideen für nächste Schritte, wie diese Einheit in Zukunft Gestalt gewinnen kann.